Ostfriesland, aurich, emden, leer, norden, ferienwohnung, privatzimmer, pension, hotel


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Watt

Land & Leute > Landschaften

Als Watt bezeichnet man Flächen an einer Gezeitenküste, die bei trocken fallen. Der Begriff 'Watt' entstammt dem altfriesischen Wort 'wad' = seicht, untief. Es kann sich dabei um Uferzonen und Seitenarme von Flussmündungen handeln, aber auch um ausgedehnte Flächen, die zusammen mit Prielen und ein Wattenmeer bilden. Diese Flächen werden durch die Gezeiten zweimal täglich überflutet und fallen auch zweimal wieder trocken.

Sandwatt
Sandwatt hat weniger als 10% Schluff- und Tonanteile. Der Gehalt an organischer Substanz und Wasser ist sehr gering. Das Watt erhält durch Wellen und Wind mehr Energie und erfährt erhebliche Umlagerungen. Dadurch handelt es sich hier auch um das sauerstoffreichste Watt.

Mischwatt
Mischwatt hat zwischen 10% und 50% Ton- und Schluffanteile.Das Mischwatt findet sich in geschützten Lagen in Festlandsnähe, auf Wasserscheiden, zum Teil auch im Brandungsschutz der großen Inseln. Es ist von großer Bedeutung, da hier die größten Biomassen im Vergleich zu anderen großflächigen Lebensräumen produziert werden.

Schlickwatt
Schlickwatt hat Ton- und Schluffanteile von über 50%. Es besteht besonders an geschützten Stellen, beispielsweise im Inneren von Buchten oder im Windschatten von Inseln. Es wird weniger umgelagert als Sand- oder Mischwatt und ist dementsprechend am sauerstoffärmsten. Hier findet vor allem Biodeposition statt, so dass sich hier besonders nährstoffreiche Gebiete bilden. Das Watt ist besonders dunkel, da aufgrund der Sauerstoffarmut der Reduktionshorizont, bei dem Schwefelwasserstoff fein verteiltes Eisen als Eisensulfid ausfällt und so den Boden schwarz färbt, oft nur wenige Millimeter unter der Oberfläche liegt. Hier herrschen sehr extreme Bedingungen. Die Fauna und Flora des Meeres muss lange Trockenliegezeiten, hohe Temperaturschwankungen und die geringe Sauerstoffversorgung im Boden tolerieren. Schlickwatt nimmt mit Abstand den kleinsten Teil im Wattenmeer ein, da dies jedoch oft direkt an der Küstenlinie geschieht, nehmen Touristen es wesentlich öfter wahr.



Startseite | Land & Leute | Kunst & Kultur | Übernachten | Gastronomie | Branchenführer | Freizeit | Infos | Gästebuch | Kontakt | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü