Rhauderfehn ist eine Gemeinde

im ostfriesischen Landkreis Leer in Niedersachsen. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Westrhauderfehn. Mit 17.449 Einwohnern ist sie die viertgrößte Kommune des Landkreises Leer. Diese verteilen sich auf rund 103 Quadratkilometer. Damit ist die Gemeinde im innerostfriesischen Vergleich (148 Ew/km²) dichter besiedelt und liegt recht genau im niedersächsischen Durchschnitt. Im Vergleich zum bundesrepublikanischen Durchschnitt (230 Ew/km²) ist die Gemeinde jedoch dünner besiedelt. Nicht zu Rhauderfehn gehört die politisch selbstständige Gemeinde Ostrhauderfehn, ebenfalls im Landkreis Leer.

Der Name der Gemeinde rührt von der 1769 gegründeten Fehnsiedlung gleichen Namens her, die wiederum nach dem alten Geestdorf Rhaude im Nordwesten des Gemeindegebietes benannt ist. Neben Rhaude sind Backemoor und Collinghorst die ältesten Ortsteile. Weite Teile des Gemeindegebietes wurden im 18. und 19. Jahrhundert durch Moorkolonisten urbar gemacht. Der Ortsteil Klostermoor hingegen wurde erst im Zug des Emslandplans ab 1951 vollkommen erschlossen. Damit ist Rhauderfehn die einzige ostfriesische Gemeinde, die am Emslandplan beteiligt war.

Wirtschaftlich ist Rhauderfehn von Landwirtschaft, Tourismus und wenigen Industriebetrieben geprägt, darunter einem Hersteller von Reißverschlüssen (Opti). Die Kommune ist in deutlichem Maße eine Auspendler-Gemeinde.

Rhauderfehn verfügt über drei mittelalterliche Kirchen. Zu weiteren historischen Bauwerken gehören Windmühlen sowie unzählige Brücken über die Fehnkanäle.

13.08.2014, 19:10 von fnoever | 25499 Aufrufe