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Otto Waalkes

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Pressetext & Vita
Es war einmal in Ostfriesland... da wurde im letzten Jahrhundert ein geborener Alleinunterhalter
geboren: Otto geb. Waalkes. Er wuchs dort heran in Emden, behütet von liebreichen
Eltern (zwei Stück), gepeinigt von gnadenlosen Lehrern (mehrere!) und geprägt von
einer Zeit, in der die Musik und die Frisuren aus England und die Filme und die Komiker
meist aus Amerika kamen: das waren die 60er Jahre.
Seit 1970 hat Otto seinerseits eine Szene geprägt, die heute aus “Comedians“ besteht,
damals noch „Blödelbarden“ genannt. Die Berufstätigkeit, die man etwas ratlos unter „blödeln“
verstand, war nichts anderes als der Versuch, die Tradition amerikanischer Standup-
Comedians auf deutsche Bühnen zu übertragen. Denn Komiker mit eigenen abendfüllenden
Programmen hatte es in den 50er und 60er Jahren in Deutschland nicht gegeben.
Trotz Heinz Ehrhard, der stets nur Kurzauftritte im Rahmen des berüchtigten „Bunten
Abends“ absolvierte oder als Darsteller in Boulevard-Komödien auftreten musste.
Otto belebte also ein Genre neu, das es so im deutschsprachigen Raum kaum gegeben
hatte: Komiker, die mit Ottos Shows aufgewachsen sind - von Harald Schmidt bis Michael
„Bully“ Herbig, von Hape Kerkeling bis Oliver Pocher - berufen sich ausdrücklich auf seinen
Einfluss. Otto für alle Risiken seines Treibens und die Nebenwirkungen, die sich in
dem seiner Nachfolger zeigen, verantwortlich zu machen, wäre unfair.
Schon um 1960 hat Otto den ersten vorentscheidenden Schritt gemacht: Er bringt seine
Eltern dazu, ihm eine Gitarre zu schenken. Die folgenden Jahre nutzt er, seine musikalischen
Talente zu entwickeln und erste Bühnenerfahrung zu sammeln – mit seiner gefürchteten
Beatband THE RUSTLERS, der er mit Gesang und Gitarre als Frontmann vorsteht.
Kein Wunder, dass Ostfriesland bald genug hat von Otto: 1970 wird er nach Hamburg geschickt,
wo sich ihm das Tor zur großen weiten Welt öffnet – zumindest ein bisschen.
Otto beginnt hier nicht nur mit einem Kunststudium, sondern auch mit Auftritten in diversen
Clubs der Hamburger Szene. Dass seine Songs beim Publikum weniger gut ankommen
als seine fahrigen Ansagen, nimmt er als Zeichen: Fortan besteht sein Programm aus immer
mehr Ansagen und entsprechend weniger Songs. Im Herbst 1972 hat Otto seinen ersten
großen Solo-Auftritt im Hamburger Audimax. Daraus wird eine LP, „OTTO live“, und
daraus wiederum resultiert eine 1973 aufgezeichnete Fernsehsendung, die „OTTOSHOW“,
die allerdings durch einige Gastauftritte erheblich verwässert wird.
Etwa ein Dutzend weiterer reiner One-Man-Shows werden bis 1983 folgen: auf Tourneen
erprobt, fürs Fernsehen komprimiert und auf Tonträgern verewigt.
1980 veröffentlicht er „Das erste Buch OTTO“ - übrigens auch Ottos erstes Buch. „Das
Zweite Buch Otto“ wird diese literarische Phase 1984 vorläufig wieder abschließen. 1992
erscheint „Das Tennisbuch Otto“, 2002 „Das Buch des Friesen“. Das Material der ersten
30 Jahre liegt damit auch im Druck vor, 2008 zusammengefasst in „Otto – das Werk“.

Ottos Erfolg ist nicht mehr auf- und kaum noch auszuhalten: immer mehr gehörte Platten
und CDs, immer mehr gelesene Bücher, immer mehr gesehene TV-Specials, immer ausverkauftere
Tourneen. Selbst der Versuch, Ottos spezielle Art auf die Kinoleinwand zu
übertragen glückt erstaunlich gut: „OTTO – DER FILM“ bricht mit über 14,5 Millionen Zuschauern1985
sämtliche gesamtdeutschen Zuschauerrekorde und hält sie bis heute.
Bis 1999 entstehen vier weitere Filme, die ganz allein auf Otto zugeschnitten sind. Mit der
13-teiligen Fernsehshow „OTTO – Die Serie“ setzt er neue Maßstäbe im Ideen-Recycling:
es müssen ja nicht nur die eigenen sein. Otto bedient sich aus etwa 30 Edgar-Wallace-
Filmen und vereinigt Spannung und Entspannung.
Mit seiner Band, DIE FRIESENJUNGS, tritt er auf zwei Tourneen den Beweis an, dass
Comedy und Popmusik ebenso gut zusammen passen. Im neuen Jahrtausend geht Otto
wieder allein auf Tournee, klassische Soloprogramme: „Only OTTO“ und „100 Jahre OTTO“,
„101 Jahre OTTO“ „Otto - das Original“ - ein Mann allein auf der Bühne.
Im Film setzt er auf den Plural: „7 ZWERGE“. Ein neues Konzept für eine andere Art von
Kinofilm wird gefunden: „Männer allein im Wald“ ist wie der Name schon andeutet ein Ensembleunternehmen,
passenderweise ein Vergnügen für rund 7 Millionen Zuschauer. Die
Arbeit am ersten Film (2004) hat auch allen Beteiligten viel Spaß gemacht – und der zweite
folgt sogleich: „7 Zwerge – der Wald ist nicht genug“ kommt im Herbst 2006 ins Kino.
Ob es einen dritten Teil geben wird – womöglich mit animierten Zwergen, ist noch offen.
Dass es noch weitere Filme mit Otto Waalkes geben wird, eher nicht: Dreharbeiten sind
für den Frühsommer 2010 geplant. Zuvor könnte es noch eine TV-Serie geben, in der
Zwerg BUBI eine märchenhafte Rolle spielen soll - und bestimmt einige LIVE-Auftritte im
Berliner Admiralspalast, schon um nicht ganz aus der Übung zu kommen: Holdrio again!

Hier geht es zur offizellen Seite von
Otto. Und hier zum Otto-Shop

Mit freundlicher Genehmigung
Rüssl Musikverlag GmbH

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